Chronik

Seit 1920 besteht der Polizeihundeverein (PHV) Homberg. Zweck und Ziel des Vereins war: Förderung der Zucht, Ausbildung und Verwendung rassereiner Hunde beim Polizeidienst anzustreben, den anderen Mitgliedern einen scharfsinnigen, wachsamen, bedürfnislosen und für den angreifenden Verbrecher nicht ungefährlichen Begleiter zu schaffen, die Erfahrungen bei der Verwendung der Hunde zu sammeln und dieselben in den Monatsversammlungen den Mitgliedern, sowie auch in der Vereinszeitschrift bekannt zu geben.
Ein Vorstand wurde gewählt und setzte sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Pol.-Insp. Meyer
2. Vorsitzender: Oberbrandmeister Vondran
1. Schriftführer: Bruno Hadstein
2. Schriftführer: Gaston Gablonska
1. Kassierer: Joseph Breuer
2. Kassierer: Richard Metschen
1. Beisitzer: Gottfried Esser
2. Beisitzer: Peter Döppenbecker
Als Übungsplatz wurde ein Gelände hinter der Pumpstation am Sammelbrunnen durch die Stadtverwaltung Homberg zur Verfügung gestellt Der Übungsplatz wurde 5 Jahre später vor der Pumpstation an der Hochfeldstraße angelegt. Auf diesem Gelände errichteten die Mitglieder ein schönes Vereinsheim, bauten ein imposantes Denkmal und schöne Anlagen, so dass es auch für Besucher eine Augenweide war, beim Training zuzuschauen. Dies alles wurde aus eigenen Mitteln und durch unermüdliche Arbeit der Sportskameraden geschaffen. Das Interesse am Verein stieg so stark, dass im gleichen Jahr noch eine Prüfung abgehalten werden konnte und ein Jahr später das erste Prädikat „Vorzüglich“ bei einer Prüfung vergeben wurde. 1928 brachte der Sportskamerad Sporowski mit seinem „Grauer Tell“ bei einer Reichssiegerprüfung den Reichssieger mit 298 Punkten nach Homberg.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Die Mitglieder errangen 3 mal den Reichssieger, 1 mal den 2. Reichssieger, 3 mal den Gausieger und 7 mal den Kreissieger. Und viele 1. Preise bei anderen Prüfungen, so dass der PHV Homberg als Hochburg für Hundeausbildung bis über die Grenzen hinaus bekannt war.

Durch den Krieg verlor der Verein fast alle Hunde. 1944 wurden auch die letzten Hunde eingezogen. Auch die Hundeführer wurden durch den Krieg entrissen, so dass der Verein schließlich völlig aufgelöst war.
1950 waren es einige alte Sportskameraden, die den Verein wieder auf die Beine brachten und unter dem Namen „Homberger Gebrauchshunde Verein“ weiterführten.
Aufsehen erregte in den den 70er Jahren die Deutsche Dogge “Alf vom Kathehof” mit ihrem Hundeführer Albert Gardemann, der auch einige Zeit 1. Vorsitzender war. Das Team errang das goldene Hundeführer-Sportabzeichen.

In den kommenden Jahren machte der Verein sich -jetzt wieder unter der alten Bezeichnung- “PHV- Homberg” einen großen Namen mit der Superhündin Anka, einer deutschen Schäferhündin und ihrem Führer Wilfried Zigelsky, der heute noch aktives Mitglied ist. Das Team räumte so ziemlich alle Pokale ab, die es zu holen gab und erschien regelmäßig in den lokalen Zeitungen:


In den späten 80-iger und 90-iger Jahren wurden im Verein sehr viel Jugendarbeit gemacht. Der PHV Homberg hatte eine der größten Jugendgruppen in NRW mit über 20 Jugendlichen. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Es wurden z.B. Nachtpokalkämpfe veranstaltet mit anschließender Ladies-Night, in der die Frauen die Hunde der Männer führten.
Geselligkeit ist bis heute ein Thema im PHV-Homberg, denn bei allem Ehrgeiz gute Hunde auszubilden, vergessen wir nicht, dass der Hundesport einen großen Teil unserer Freizeit ausmacht und diese verbringen wir gern gemeinsam auch mal bei einem Sommerfest (siehe Fotogalerie) oder Sonntags bei einem gemeinsamen Frühstück.